Kreta im Kino

Erstellt von Stavros | Allgemein | Erstellt am 21. 11. 2011

Vergangene Woche lief in Deutschland der Film „Krieg der Götter“ an. Dies ist eine Geschichte, in der einerseits die Titanen und Götter der griechischen Mythologie eine wichtige Rolle spielen, der eigentliche Antagonist der Handlung hingegen ein sterblicher Erdenbewohner auf Kreta ist. Hyperion, König von Kreta, der hier von Mickey Rourke verkörpert wird, will die Titanen aus ihrem Gefängnis befreien und sich so an den Göttern rächen. Die Geschichte ist lose an die griechische Mythologie und kretische Sagen angelehnt. Selbstverständlich hat Kreta noch viele weitere Geschichten zu bieten, mit denen sich Hollywood bis zum St. Nimmerleinstag aufhalten könnte.

Von Königen und Göttern

Kreta ist, wenn man so will, ein mythisches Ballungszentrum. Zu viele Geschichten und Sagen ranken sich um die Insel, als dass man sie alle aufzählen könnte. Selbst der mächtige Zeus, olympischer Göttervater der griechischen Mythologie, wurde demnach auf Kreta geboren. In einer Höhle bei Lyktos soll er im Verborgenen auf die Welt gekommen sein, weil ihm schon während seines ersten Atemzuges gleich mehrere Feinde nach dem Leben trachteten. Hunderte Geschichten ranken sich um Zeus und die vielleicht schönste griechische Insel. Wer im Urlaub Griechenland näher kennerlernen will, kann auf Kreta auf den Spuren des Göttervaters wandeln. Die Traumfabrik in Hollywood hat sich schon früh des Stoffes angenommen und vor allem in der Mitte des 20. Jahrhunderts unzählige Filme darüber gedreht. Eine der bekanntesten Figuren Kretas ist wohl König Minos. Er war der Sohn des Zeus und der Europa, herrschte über Kreta und ist den meisten Menschen wohl in Verbindung mit dem schreckenerregenden Minotauros – dem „Stier des Minos“ – ein Begriff. Ihn kennt jedes Kind aus zahlreichen Filmen und Märchen. König Minos besaß einst einen prächtigen weißen Stier, den er eigentlich Poseidon opfern wollte. Als er das nicht tat, wurde Poseidon zornig und löste zur Strafe in Minos’ Gemahlin Pasiphaë das Verlangen aus, sich mit dem Stier zu paaren. Sie ließ sich daraufhin von Daidalos, dem Vater des berühmten Ikaros, der zu nah an die Sonne flog, eine hölzerne Kuh bauen und stieg anschließend in diese, um sich von dem weißen Stier begattet zu lassen. Infolgedessen brachte sie das Untier zur Welt, das man heute als Minotauros kennt. Viele Jahre wütete selbiger auf Kreta in einem Labyrinth, bis er von Herkules gebändigt wurde.

Der Krieg der Götter

Der aktuelle Kinofilm sei allen Fans des Frank-Miller-Bildgewitters „300“ empfohlen. Der Protagonist ist ein wenig unglaubwürdig dargestellt und in der Handlung findet der anspruchsvolle Cineast wenig Nuanciertes. Die Optik sucht allerdings seinesgleichen und man fühlt sich zumindest über weite Strecken gut unterhalten.

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